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Wir über uns

I. Definition: "unschuldig"

"Ein Mensch [eine Person] ist unschuldig in Bezug auf das Verbrechen oder Vergehen, dessen er beschuldigt wird, wenn er moralisch frei von Schuld ist, wenn er schuldlos ist, oder wenn er frei von Schuld an einem bestimmten Verbrechen oder Vergehen ist."
Quelle: Webster's 1913 Dictionary

Selbstverteidigung:
"Gewaltanwendung, die voraussichtlich zum Tode oder zu schwerer Körperverletzung führt, ist nur dann als Selbstverteidigung gerechtfertigt, wenn eine Person ernsthaft annimmt, daß eine solche Gewaltanwendung notwendig ist, um Tot oder schwere Körperverletzung zu verhindern."
Quelle: Lectric Law Library's Lexicon

Nicht schuldig: Eine Person mag am Tatort anwesend gewesen sein, war aber weder Täter noch Komplize (Mitschuldiger). Eine Person ist "unschuldig", wenn sie nicht nur "nicht schuldig", sondern in keiner Art und Weise beteiligt war.

Es ist nicht im Sinne von IIPPI, über irgendjemanden zu urteilen. Wir weisen auch keinen Gefangenen zurück, der "nicht schuldig" (wenngleich nicht "unschuldig") ist. Aber wir unterscheiden auf der IIPPI Website zwischen "unschuldig", "nicht schuldig" und "Selbstverteidung".
Wir unterstützen keine falsch verurteilten Personen, bei denen es lediglich um das Strafmaß geht!

Prisoner vs. Jail Inmate
Seit Abschaffung der Zuchthäuser und Zuchthausstrafen nach Ende des II. Weltkrieges sowie der praktischen Abschaffung von kurzzeitigen Haftstrafen (bis zu sechs Monaten) in Deutschland gibt es im deutschen Sprachgebrauch auch praktisch keine Unterscheidung mehr zwischen "Zuchthäusler" bzw. "Strafgefangenem" - der veralteten deutschsprachigen Entsprechung von "Prisoner" - einerseits, und "normalen", "kurzzeitigen" bzw. "lokalen" Gefangenen andererseits, was dem englischen "Jail Inmate" entspräche. In den USA unterscheidet man jedoch nach wie vor zwischen einem "Jail", also einer auf kommunaler Ebene betriebenen Haftanstalt für kurzzeitige Gefängnisstrafen i.d.R. bis zu einem Jahr (von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich) und einem "Prison" oder "Penitentiary", also einer Haftanstalt auf bundesstaatlicher oder Bundesebene für Gefängnisstrafen ab einem Jahr aufwärts. Die Begriffe "Prisoner" und "Jail Inmate" begründen sich auf der Art der Haftanstalt. Die Worte "Häftling", "Gefangener", "Insasse" usw. beziehen sich daher auf den deutschsprachigen Seiten von IIPPI.org, wenn nicht anders angegeben, auf den englischen Begriff "Prisoner".


II. Wer ist IIPPI?

Wir sind eine rein ehrenamtliche Organisation von (mutmaßlich) unschuldig Inhaftierten ("Prisoners", nicht "Jail inmates" - siehe oben!), ihren Familien, Freunden, Menschenrechtsaktivisten und Aktivisten für die Abschaffung der Todesstrafe ("Abolishionists"). Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Glaube und soziale Stellung spielen für uns keine Rolle. Wichtig ist uns vielmehr die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Einzelpersonen.

Unser IIPPI Forum bietet eine lebendige Plattform für Information und Kommunikation, Aufklärung und Dialog, Nachrichten und Neuigkeiten aus den Gefängnissen.



III. Einführung

In einem Rechtsstaat gilt im Strafrecht die Unschuldsvermutung, d.h. jemand ist so lange als unschuldig anzusehen bis die Schuld nachgewiesen ist.

Da wir alle nur Menschen sind, können uns Fehler unterlaufen. Was früher recht war, muss heutzutage nicht mehr immer als richtig empfunden werden. Fragliche Sachverhalte können zutreffen oder auch nicht. Dies kann erkannt werden oder auch nicht.

Daraus ergeben sich die folgenden vier Möglichkeiten:


IV. Motto

Wir haben uns vereinigt, um die Waagschale der Gerechtigkeit effektiv durch
auszugleichen.

Das "Innocent In Prison Project International" (IIPPI) besteht, um zugunsten aller Gefangener zu kämpfen, die ihre Unschuld (vielleicht) in einem Wiederaufnahmeverfahren beweisen könnten. Lassen Sie Ihre Stimme hören und sprechen Sie sich gegen Ungerechtigkeit aus!





V. Ziel und Zweck

Es gibt Unschuldige nicht nur im Todestrakt. Es gibt sie überall hinter Gittern. Wir versuchen, auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Wir vereinen unsere Kräfte und machen gemeinsam Front gegen kriminelle Ungerechtigkeiten. Unser Ziel ist es, unschuldige Insassen zu befreien und dabei zu helfen, die wahren Verbrecher zu finden. Daher erbitten wir neue Gerichtsverfahren für die mutmaßlich unschuldigen Leute auf dieser Webseite.

Leider kann nicht jede Verurteilung durch die Technologie des DNS-Beweises geltend gemacht werden. Verschiedene fälschlicherweise eingesperrte Personen leiden an Ungerechtigkeiten hervorgerufen durch unechte Zeugen, ungesetzlicher Polizei, (vom Gericht ernannte) Pflichtverteidiger, Staatsanwälte und Richter! Einer oder mehrere der folgenden Faktoren tragen typischerweise zu falschen Verurteilungen bei:
Ein unschuldiger Gefangener ist die Leitperson von seiner eigenen Kampagne - nicht das Objekt! - und es ist unser Vergnügen zum Kampf um Gerechtigkeit unterstützend beizutragen. Unsere Teamarbeit mit den mutmaßlich Unschuldigen und deren Helfern macht unser Projekt so besonders.

Wir informieren die Öffentlichkeit über die zerstörenden Auswirkungen falscher Verurteilungen dadurch, dass:

Unschuldig verurteilte Frauen und Männer hat es immer gegeben und wird es unglücklicherweise wohl auch immer geben. Je höher die Gefängnisbevölkerungsrate (pro 100.000 von nationaler Bevölkerung), desto wahrscheinlicher sind unschuldige Insassen inhaftiert. Siehe die Tendenz pro Land und andere Kriterien bei www.prisonstudies.org. Internationales Zentrum für Gefängnissstudien [International Centre for Prison Studies (ICPS), King's College London/ University of London, England].

Die Folgen von Justizirrtümern sind gravierend. Dies ist nur eine kleine Auswahl der Folgen:
  • Wertvolle Lebenszeit wird wortwörtlich totgeschlagen.
  • Der wahre Täter ist frei und begeht vielleicht noch mehr kriminelle Handlungen.
  • Die Psyche des Unschuldigen wird in Mitleidenschaft gezogen.
  • Das Leben unter Mitgefangenen ist gefährlich, Vergewaltigung ist keine Seltenheit und somit vergrößert sich die Gefahr, mit HIV oder Hepatitis infiziert zu werden.
  • Ehen, Familien und Freundschaften zerbrechen.
  • Kinder leiden unter der Trennung.
  • Angehörige werden von der Umwelt (auch von früheren Freunden) diskriminiert und ausgeschlossen.
  • Kinder lernen, dass die Wahrheit scheinbar nicht wichtig ist.
  • Der Familie droht der finanzielle Ruin, denn es müssen nicht nur hohe Rechtsanwaltkosten beglichen werden, sondern es fällt eine Arbeitskraft und somit ein Gehalt weg (meist das des Hauptverdieners).
  • Manchmal werden den Kindern von Gefangenen so die Weichen zur Kriminalität gelegt.
  • Der gute Ruf wird selbst nach einer Freisprechung kaum vollständig wieder hergestellt sein, denn Zweifler und Gerüchte gibt es immer und überall.
  • Entziehung der Bürgerrechte (Verlust vom Stimmrecht bei Wahlen, Registrierung als Sextäter)
  • Wer stellt einen Ex-Sträfling ein?

Wir versuchen, das ungerechte Rechts-und Strafsystem zu alarmieren durch:

Wir geben eventuell unschuldigen Häftlingen hier draußen eine Stimme durch:
  • Vertretung ihrer Interessen
  • Suche nach professioneller Hilfe
    (Wir sind eine Art "Vermittler")
  • das Aufsetzen einer Webpage für eine detaillierte Analyse ihrer Fälle. Wenn möglich, können Audio-und Videoaufnahmen sowie Dokumentationen oder Shows und dergleichen zur Verdeutlichung verwendet werden.
  • ein persönliches Nachrichtenforum im Internet
  • Hilfe, sich selbst zu helfen



VI. Goldene Regeln




Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. *** Bevor Sie uns zugunsten eines Gefangenen kontaktieren, der/ die behauptet fälschlicherweise verurteilt worden zu sein, bitten wir darum, die vollständige Bewerbung vorzulegen. Danke!***


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